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WerstenRallye am 20. Mai 2011: Hilfe - auch, wenn der Schlüssel verloren
ist. |
| Im Rahmen der „WerstenRallye“
sollten Schüler die Notinseln im Stadtteil kennenlernen. |
 Eigentlich
muss sich Elke Korst keine Sorgen um ihre Tochter machen. Sie bringt die
Achtjährige täglich zur Schule und holt sie mittags wieder ab.
Und dass man nicht mit Fremden mitgeht, hat sie Jule längst eingeschärft.
Aber viel beruhigender als das ist: Falls trotz aller Vorsicht doch einmal
etwas passiert, ist Hilfe nicht weit. Denn im Stadtteil gibt es 21 sogenannte
Notinseln. Das sind Geschäfte, die durch einen Aufkleber als Anlaufstellen
markiert sind und in denen Kinder Beistand im Falle eines Notfalls erhalten.
„Dabei muss
es sich aber nicht nur um richtig gefährliche Situationen handeln“,
erklärt Dirk Rauchmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft „Wir in
Wersten“. Manchmal reicht auch ein verlorener Schlüssel oder ein vergessenes
Handy, um Kinder verzweifeln zu lassen.“
Allerdings habe
bisher noch kein Kind Hilfe bei einer Notinsel gesucht. Über die Gründe
dafür könne man nur spekulieren. „Die Frage ist, ob Kinder im
Notfall geistesgegenwärtig genug sind, um die Notinseln aufzusuchen“,
mutmaßt Svenja Breimann vom Schuhladen Dengler an der Kölner
Landstraße, der zu den 21 Anlaufpunkten in Wersten zählt. Eine
andere Möglichkeit sei, dass manche die Notinseln in ihrer Aufregung
gar nicht als solche identifizieren könnten. „Wir warten auf jeden
Fall noch auf unseren ersten Einsatz, allerdings ist es ja auch gut, dass
wir bisher noch nicht gebraucht wurden.“
Um die
Anlaufstellen noch stärker ins Bewusstsein der Kinder zu rücken,
gingen gestern 120 Grundschüler an den Start der zweiten WerstenRallye
quer durch den Stadtteil. Dabei liefen sie grüppchenweise die verschiedenen
Notstellen ab, um sich vor Ort kniffligen Fragen und kleinen Aufgaben zu
stellen. „Sie sollen auf spielerische Weise die Notinseln kennenlernen“,
sagt Rauchmann. „Damit sie wissen, wo ihnen geholfen wird.“
Elke Kost
übernahm die Leitung einer sechsköpfigen Gruppe um ihre Tochter
Jule. „Ich möchte ihr und den anderen Kindern die Notinseln vorstellen“,
sagt die Werstenerin. „Obwohl wir sie bisher noch nicht in Anspruch nehmen
mussten, geben sie mir ein viel sicheres Gefühl.“ (Wera
Engelhardt/WZ, 21. Mai 2011) |
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