Aller Anfang
ist schwer. Kurz nach Weihnachten eröffneten Rainer Fröge und
Christel Walter-Damalie in Wersten ihren neuen Laden: Das „Spielbrett“,
ein Spezialgeschäft für Holzspielzeug, Brett- und Kartenspiele.
„Ich komme aus dem Stadtteil“, erklärt Geschäftsführer Fröger.
„Ich wollte nicht in die Innenstadt ziehen, und hier gab es noch keinen
Spielzeugladen. Die Kunden nehmen uns gut auf.“ Klassiker wie „Mensch,
ärgere dich nicht“ gibt es dort ebenso wie „Die Siedler von Catan“,
„Ubongo“ oder „Was ist was“. Das kommt an.
Laufkundschaft
ist an der Kölner Landstraße 228 - am Ende der Einkaufsstraße
- zwar eher selten, doch die Eröffnung des Fachgeschäfts hat
sich im Viertel bereits herumgesprochen. Täglich schauen sich Eltern
und Kinder das gut sortierte Angebot an.
Wersten
scheint eine gute Wahl zu sein. Nicht nur für Spielzeug.
27.000 Einwohner
Im
Viertel finden die knapp 27.000 Einwohner beinahe alles, was sie zum Leben
brauchen: Lebensmittelgeschäfte, Discounter, Optiker, Schreibwarenläden,
Telefon-, Bekleidungs- und Schmuckgeschäfte und Spezialisten wie eben
das „Werstener Spielbrett“ oder das Bastellädchen an der Kölner
Landstraße 173.
„Der
Branchenmix ist sehr gut“, sagt Dirk Rauchmann, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft
„Wir in Wersten“. „Zuletzt standen zwar ein paar Geschäfte leer“, |
berichtet Rauchmann,
„doch Nachmieter dafür sind auch bereits gefunden.“
Nur
die großen Kaufhäuser fehlen, doch die sind mit den U-Bahnen
schnell zu erreichen. Wenn man den Stadtteil denn verlassen will. Entlang
der Kölner Landstraße ist das Angebot groß: Banken, Reisebüros,
Friseure und Handwerker kümmern sich um die Dienstleistungen, 24 Restaurants
und Kneipen um das Freizeitangebot.
Im
Bierhaus „Werstener Hof“ an der Kölner Landstraße 200 gibt es
bürgerliche Küche, das „Schalander“ an der Ecke zur Ickerswarder
Straße richtet sich eher an jugendliches Publikum. „Wer wegen der
vielen Baustellen nicht mehr unbedingt in die Innenstadt will, der findet
in Wersten alles, was er braucht“, betont Rauchmann.
Um
ein Freizeitangebot für Kinder kümmert sich die Awo. Die Don-Bosco-Stiftung
engagiert sich für Arbeitslose und arme Menschen und bietet auch eine
Hausaufgaben-Betreuung für Schüler.
Osterfeuer auf dem Schützenplatz
Damit
der Stadtteil noch enger zusammen wächst, plant die Werbegemeinschaft
bald die nächsten Aktionen für die Einwohner. Bis zum Adventsmarkt
im Dezember dauert es noch etwas. Aber auf dem Schützenplatz soll
im April erstmals ein Osterfeuer entzündet werden. „Das gab es noch
nie“, sagt Rauchmann, „das wird ein großer Spaß.“ Wersten ist
eben eine gute Wahl. |